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Vergleichsmatrix Preview-Plattform: Vercel vs. Eigene Infrastruktur

Ziel und Geltungsbereich

Dieses Dokument definiert eine reproduzierbare Entscheidungssystematik für Preview-Umgebungen im Branch- und PR-Workflow von SVA Studio. Verglichen werden:

  • Vercel (managed Preview Deployments)
  • Eigene Infrastruktur (self-hosted, z. B. auf VM/Kubernetes mit eigener CI/CD-Steuerung)

Die Matrix ist bewusst plattformneutral: Sie liefert eine nachvollziehbare Bewertungslogik, legt aber keine finale Plattform für alle Fälle fest.

Kontext aus dem aktuellen Repository

  • Das Preview-Target ist bereits vorhanden: nx run sva-studio-react:preview (apps/sva-studio-react/project.json).
  • Die App nutzt vite preview als technische Basis (apps/sva-studio-react/package.json).
  • Die produktive Zieltopologie ist aktuell noch nicht verbindlich festgelegt (docs/architecture/07-deployment-view.md).

Bewertungsmodell (maschinenprüfbar)

Skala und Gewichtung

  • Skala pro Kriterium: 1 bis 5.
    • 1: unzureichend
    • 2: schwach
    • 3: ausreichend
    • 4: gut
    • 5: sehr gut
  • Gewichte sind in Prozent angegeben und summieren sich zu 100.
  • Formel pro Kriterium: gewichtete_punkte = gewicht_prozent * score.
  • Gesamtscore: summe(gewichtete_punkte).

Kriterienmatrix

Kriterium Gewicht (%) Scoring-Methode (1-5) Vercel Eigene Infrastruktur
Setup-Geschwindigkeit 15 Zeit bis erstes reproduzierbares PR-Preview (inkl. DNS/Secrets/CI): < 1 Tag = 5, 1-2 Tage = 4, 3-5 Tage = 3, 6-10 Tage = 2, > 10 Tage = 1 5 2
Developer Experience (DX) 15 Preview-URL-Verfügbarkeit pro PR, Feedback-Latenz, lokaler/CI-Konfigurationsaufwand: vollautomatisch und konsistent = 5, manuell/brüchig = 1 5 3
Isolation 15 Grad der Trennung zwischen Branch/PR-Umgebungen (Netz, Daten, Secrets, Laufzeit): starke Isolation = 5, geringe Isolation = 1 4 5
Security 20 Abdeckung von Secret-Handling, Zugriffsschutz, Auditierbarkeit, Policy-Enforcement: hohe Abdeckung mit wenig Lücken = 5 4 5
SLA/Verfügbarkeit 10 Erwartbare Verfügbarkeit des Preview-Betriebs inkl. Failover/Betriebsreife: klar abgesichert und stabil = 5, ad hoc/instabil = 1 4 3
Kosten 15 Erwartete TCO für Preview-Betrieb (direkte Plattformkosten + Engineering-/Betriebsaufwand): niedrig und planbar = 5, hoch/volatil = 1 3 4
Betrieb (Ops Burden) 10 Operativer Aufwand fuer Monitoring, Patching, Incident-Handling, Lifecycle-Cleanup: minimal = 5, hoch = 1 5 2

Berechnung mit den obigen Basiswerten

Kriterium Gewicht (%) Vercel Score Vercel gewichtete Punkte Eigene Infrastruktur Score Eigene Infrastruktur gewichtete Punkte
Setup-Geschwindigkeit 15 5 75 2 30
Developer Experience (DX) 15 5 75 3 45
Isolation 15 4 60 5 75
Security 20 4 80 5 100
SLA/Verfügbarkeit 10 4 40 3 30
Kosten 15 3 45 4 60
Betrieb (Ops Burden) 10 5 50 2 20
Summe 100 425 360

Hinweis: Die Basiswerte sind ein Referenzprofil für den aktuellen Reifegrad. Für eine konkrete Entscheidung müssen Scores projektspezifisch neu gesetzt und mit denselben Kriterien erneut berechnet werden.

Entscheidungspfad

Wann Vercel nutzen

Vercel ist die bevorzugte Option, wenn mindestens eine der folgenden Bedingungen zutrifft:

  • Setup-Geschwindigkeit ist kritisch (gewicht >= 15) und Ziel ist produktives PR-Preview in <= 2 Tagen.
  • Teamkapazität für Plattformbetrieb ist begrenzt und Betrieb (Ops Burden) hat einen hohen Stellenwert.
  • Hohe DX-Anforderung für viele parallele PRs mit sofortigen, stabilen Preview-URLs.

Wann Eigene Infrastruktur nutzen

Eigene Infrastruktur ist die bevorzugte Option, wenn mindestens eine der folgenden Bedingungen zutrifft:

  • Sicherheits- und Isolationsanforderungen dominieren (Security + Isolation >= 35 Gewicht) und erfordern tiefe technische Kontrolle.
  • Regulatorik/Compliance verlangt vollständige Hoheit über Laufzeit, Netzwerksegmentierung und Betriebsdaten.
  • Kostenmodell profitiert bei hoher Last oder langfristigem Betrieb von vorhandener Plattformkompetenz.

Tie-Breaker-Regel (deterministisch)

Falls beide Optionen denselben Gesamtscore haben, gilt strikt folgende Reihenfolge:

  1. Höherer Security-Score gewinnt.
  2. Bei erneutem Gleichstand gewinnt höherer Isolation-Score.
  3. Bei erneutem Gleichstand gewinnt höherer Kosten-Score.
  4. Bei erneutem Gleichstand gewinnt höherer Setup-Geschwindigkeit-Score.
  5. Bei vollständiger Gleichheit nach 1-4 gilt Default: Vercel für Pilotphase bis 90 Tage, danach Re-Scoring mit realen Betriebsdaten.

Damit bleibt die Entscheidung auch im Edge Case reproduzierbar und ohne ad-hoc Einzelfallentscheidung.

Anwendungsregel

  • Die Matrix ist vor T7/T8/T9/T11 als Eingangsartefakt zu verwenden.
  • Bewertung und Umsetzung bleiben getrennt: Dieses Dokument beschreibt nur Entscheidungslogik, keine Migrations- oder Implementierungsschritte.
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