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Incident Response

Dieses Dokument beschreibt den verbindlichen Ablauf für betriebliche Störungen und sicherheitsnahe Vorfälle in SVA Studio.

Ziele

  • Auswirkungen für Nutzerinnen und Nutzer schnell begrenzen
  • klare Eskalationswege und Zuständigkeiten herstellen
  • sensible Informationen nicht in öffentliche Kanäle leaken
  • belastbare Nachverfolgung und Learnings sicherstellen

Meldewege

Fall Primärer Kanal Zusatzkanal
allgemeiner Incident oder Betriebsstörung [email protected] GitHub Issue erst nach Bereinigung sensibler Details
Sicherheitsbezug oder möglicher Datenschutzvorfall [email protected] zusätzlich [email protected]
nicht-sensitive Nachverfolgung, Dokumentation, Maßnahmen GitHub Issues optional Verweis auf interne Incident-Referenz

Schweregrade

Stufe Beschreibung Beispiele Ziel für Erstreaktion
P1 Kritischer Ausfall oder aktiver Sicherheitsvorfall Login komplett gestört, produktive Daten gefährdet, großflächiger Totalausfall sofort, höchstens 30 Minuten
P2 Hohe Beeinträchtigung eines Kernprozesses Teilfunktion ausgefallen, Monitoring blind, Rollout blockiert höchstens 2 Stunden
P3 Begrenzte Beeinträchtigung mit Workaround einzelne Route betroffen, degradierte Performance innerhalb eines Arbeitstags
P4 geringe Auswirkung oder Präventionsmaßnahme Dokumentationslücke, kleiner Alert ohne Nutzerwirkung geplant im normalen Arbeitsfluss

Rollen im Incident

Rolle Verantwortung
Incident Lead priorisiert Maßnahmen, hält Status und Entscheidungen zusammen
Fachverantwortung liefert System- oder Domänenwissen für betroffene Komponente
Kommunikation hält Stakeholder-Update, Release-Kommunikation und Nachverfolgung konsistent
Dokumentation sammelt Timeline, Entscheidungen, Evidenz und Folgearbeiten

Eine Person kann mehrere Rollen gleichzeitig übernehmen, solange die Entscheidungs- und Kommunikationsverantwortung klar bleibt.

Ablauf

1. Erkennen und Einstufen

  • Eingang über Monitoring, E-Mail, Tests oder manuelle Meldung
  • P1 bis P4 einstufen
  • festhalten, welches Profil betroffen ist: lokal, Demo oder Referenzprofil

2. Eindämmen

  • schadhafte Änderung stoppen oder rückgängig machen
  • wenn nötig Traffic begrenzen, Deployment pausieren oder letzten stabilen Stand wiederherstellen
  • sensible Daten nur in privaten Kanälen teilen

3. Analyse und Behebung

  • Timeline mit Zeitpunkten, Symptomen und Maßnahmen führen
  • Ursachenhypothesen priorisieren
  • Fix, Mitigation oder Rollback umsetzen
  • bei Daten- oder Sicherheitsbezug [email protected] aktiv einbinden

4. Verifikation und Recovery

  • Smoke-Checks und relevante Tests erneut ausführen
  • Monitoring auf Stabilität prüfen
  • Abschlusszeitpunkt und verbleibende Restrisiken dokumentieren

5. Nachbereitung

  • nicht-sensitive Folgearbeiten als GitHub Issues anlegen
  • Runbooks, Guides oder Architektur-Doku aktualisieren
  • bei P1 oder P2 eine kurze Nachbesprechung und Maßnahmenliste dokumentieren

Kommunikationsregeln

  • Keine sensiblen Details in öffentliche GitHub Issues, PRs oder Commits.
  • Öffentliche Kommunikation nennt Wirkung, Status und nächste Schritte, aber keine ausnutzbaren Details.
  • Sicherheits- oder Datenschutzbezug wird immer zuerst privat behandelt.

Evidenz und Mindestinhalt

Für jeden relevanten Incident mindestens festhalten:

  • Startzeitpunkt, Erkennungszeitpunkt und Recovery-Zeitpunkt
  • betroffene Systeme, Routen oder Daten
  • Schweregrad P1 bis P4
  • getroffene Maßnahmen und Entscheidungen
  • offene Folgearbeiten

Beziehung zu Betriebszielen

Die aktuellen Zielwerte aus dem Swarm-Runbook bleiben verbindlich:

  • App und Monitoring: RTO <= 2h
  • IAM- und Postgres-Daten: RPO <= 24h

Wenn diese Zielwerte verfehlt werden, muss das in der Nachbereitung explizit benannt werden.

Verweise

  • Security Policy: ./security-policy.md
  • Deployment-Runbook: ./swarm-deployment-runbook.md
  • Deployment-Überblick: ./deployment-overview.md
  • Troubleshooting: ./troubleshooting.md
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