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Bild- und Videoformate (+ Grafik)

Ein durch den Computer entstandenes Bild wird Computergrafik genannt. Bei einem Bild- oder Videoformat handelt es sich um ein konkretes Dateiformat, bei dem die dazugehörigen Grafik- und Videoinformationen abgespeichert werden. Aber wie unterscheiden sich verschiedene Grafiken und welche bekannten Formate gibt es?


Pixelgrafik und Vektorgrafik

Pixel- / Rastergrafiken

Pixel- oder auch Rastergrafiken bestehen aus einem Raster vieler einzelner Punkte mit einer festgelegten Farbe. Diese nennt man Pixel. Mit ihnen lassen sich farblich detailierte Bilder erstellen.

Vektorgrafiken

Vektorgrafiken bestehen aus Linien und Formen, deren Eigenschaften genau definiert sind. Diese nennt man Vektoren. Sie werden vorwiegend verwendet, um qualitativ verlustfreie und flexible Designs zu erstellen.

Vergleich: Vor- und Nachteile


Bild-Formate

JPG

Das JPG- oder auch JPEG-Bidformat wurde im Jahr 1992 von der Joint Photographic Experts Group entwickelt. Ihr Ziel war es, große Fotodateien kleiner zu machen, um sie anschließend einfacher teilen zu können. Wenn ein Bild ins JPG-Format konvertiert wird, erfolgt die Komprimierung mit Qualitätsverlusten. Bestimmte Informationen werden unwideruflich gelöscht, dadurch lässt sich die Dateigröße aber stark reduzieren.

Anwendung: erleichtertes Versenden und Teilen durch geringe Dateigröße, unkomplizierte Einbindung von Bildern auf Websites etc.

PNG

Das PNG-Dateiformat (Portable Network Graphics) erschien im Jahr 1996 als patentfreie und zugleich modernere Alternative zu GIF. Eine Besonderheit des PNG-Dateiformats im Vergleich zu JPG ist die Unterstützung von Transparenz. Hierbei beinhalten einzelne Pixel neben der Information zur Farbe auch Informationen zur Deckkraft (Alphakanal). Dadurch lassen sich weniger deckende oder gar farblose Flächen im Bild erzeugen. Beim Komprimieren werden die Informationen erhalten, das Bild bleibt also komplex und detailiert.

Anwendung: Grafiken mit Transparenz, hohe Farbtiefe (Bits pro Pixel)

GIF

Das GIF-Dateiformat (Graphics Interchange Format) tauchte erstmals 1987 als alternative zum damaligen schwarz-weiß-Format (X BitMap / XBM). Trotz möglicher Transparenz und effizienter Datenkompression eignen sich GIF-Dateien wegen der begrenzten Farbtiefe (höchstens 256 Farben) jedoch nicht für komplexere Bilder. Jedoch lassen sich Animationen erzeugen. Dabei sind in einer Datei mehrere aufeinanderfolgende Bilder enthalten.

Anwendung: Einfache Animationen bei geringer Dateigröße

SVG

Bei dem im Jahr 2001 veröffentlichten SVG-Format (Scalable Vector Graphics) handelt es sich um Vektorgrafiken. Die Dateien sind HTML5 unterstützt und lassen sich dadurch flexibel in das Design von Webseiten einbringen und anpassen.

Anwendung: interaktive Grafiken, Einbindung auf Websites, Logos oder Icons

PSD und AI

Das PSD- (Photoshop Document) und AI-Format (Adobe Illustrator Artwork) sind hauseigene Vektorgrafik-Formate von Adobe. Mit ihnen lassen sich sämtliche Informationen speichern, die für die weitere Bildbearbeitung wichtig sind (Ebenen, Vektoren, etc.). Die Dateien lassen sich aber nur eingeschränkt in den zugehörigen Programmen öffnen und bearbeiten.

Anwendung: (wiederholte) Bildbearbeitung


Video-Formate

MPEG2 und MPEG4

Vom MPEG-Format, kurz für "Moving Pictures Experts Group", gibt es verschiedene Versionen. Während MPEG2 vor allem bei der Übertragung von TV-Signalen und bei DVDs zum Einsatz kommt, ist MPEG4 hingegen durch die beinah verlustfreie Kompression für Systeme mit geringerer Rechenleistung geeignet. Es lässt sich problemlos im Internet verbreiten und ermöglicht trotz geringerer Speicherkapazität HD-Qualität.

Anwendung: weite Verbreitung im Internet, DVD und TV

QuckTime/MOV

Bei QuickTime handelt es sich um einen Apple-Standard und ermöglicht eine professionelle Bearbeitung in verschiedenen Videoschnitt-Programmen. Abspielen können die Dateien allerdings nur wenige Geräte.

Anwendung: Videobearbeitung

Quiz

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Text: Mikias | Bild: Marvin | Quiz: Joschua