Audioformate - prototyping-lab/technisches-grundlagenprojekt GitHub Wiki
1. Audioformate
1.1 Wichtige Begriffe
1.1.1 Samplerate
Gibt an wie oft der Pegel Pro Sekunde abgespeichert wird. CD’s haben zum Beispiel eine Samplereate ( oder Frequenz ) von 44.100 HZ. Das bedeutet in einer Sekunde werden 44.100 Werte gespeichert.
1.1.2 Bitrate
Sie gibt die Datenmenge an die pro Sekunde verarbeitet wird. Je höher der Wert, desto besser die Qualität. Sie kann konstant oder variabel sein und hat je nachdem Einfluss auf die Qualität der Audiodatei. Unkomprimierte Dateien haben normalerweise eine Bitrate von 1411 Kilobyte. Beim Komprimieren kann man die gewünschte Bitrate selbst wählen.
1.2 Unkomprimierte Formate
1.2.1 PCM
PCM steht für Pulse-Code-Modultaion und beschreibt die Rohdaten einer Audiodatei. Das Format kann große Bitraten verarbeiten und hat dadurch eine sehr hohe Qualität, was jedoch ziemlich Speicherintensiv ist. Außerdem lässt sie sich nicht mit jedem Programm öffnen.
1.2.2 WAV
WAV-Dateien liegen ebenfalls unkomprimiert vor. WAV-Dateien lassen sich mit vielen Programmen abspielen, ist jedoch auch Speicherintensiv.
1.3 Komprimierte, verlustfreie Formate
1.3.1 FLAC
FLAC ( Free Lossless Audio Codec ) ist frei verfügbar und ermöglicht verlutfreies Komprimieren. Dehalb ist die Methode ebenso Speicherinteniv. Man erreicht mit FLAC nach der Komprimierung 50% der Ausgangsgröße.
1.3.2 WMA Lossless
WMA ( Windows Media Audio ) schrumpft bei der Komprimierung wie FLAC auf die Hälfte der Augangsgröße.
1.3.3 ALAC
ALAC ( Apple Lossless Audio Codec ) ist die Verlustfreie Komprimierungsvariante von Apple. Hat den Vorteil gegenüber FLAC dass es auf jedem Apple Gerät gelesen werden kann.
1.4 Komprimierte, verlustbehaftete Formate
1.4.1 MP3
MP3 ist das am weitesten verbreitete Audioformat auf der Welt. Es wurde mit MP3 versucht so viele Daten wie möglich herauszunehmen, ohne dass man mit dem menschlichen Ohr eine Veränderung bemerkt. So lassen sich Dateien von mehreren Hundert Megabyte, wie sie etwa im WAV-Format vorliegen, zu wenigen Megabytes verkleinern. Außerdem kann man mp3 auf Nahezu jedem Player abgespielt werden. Die Höhe der Bitrate kann auch manuell angpasst werden. 192 kBit/s entsprechen in etwa CD-Qualität. Bei Bitraten höher als 192 kBit/s hört es sich für den Menschen unkomprimiert an. Bitraten darunter werden zum Beispiel im Radio verwendet.
1.4.2 AAC
AAC ( Advanced Audio Coding ) kann man als Nachfolger des MP3 Formats sehen. Das Ziel der Entwickler war die Größe noch weiter zu verringern und dabei dieselbe Qualität zu behalten. AAC wird immer häufiger verwendet, vorallem bei Internet Radios und Musik Websiten.
1.4.3 WMA
Auch WMA weist eine hohe Komprimierung auf. Das Verfahren zur Verkleinerung der Audiodatei ähnelt dem der MP3 und auch die Qualität ist vergleichbar. Bei niedrigen Bitraten hat WMA allerdings die Nase vorn. Die Datei lässt sich somit bei einer hohen Qualität stark verkleinern.
1.4.4 Opus
Wurde vorallem für Echtzeitübertragungen, also Straming entwickelt, und ermöglicht eine hohe Qualität mit minimaler Verzögerung.

2. MIDI
MIDI ( Musical Instrument Digital Interface ) ist ein Tool welches die Kommunikation zwischen Musikinstrument und anderer Hardware erlaubt. MIDI wurde 1982 als Standart für Musik-Hardware Kommunikation eingeführt.
Kann mit hilfe von VST Plugins nahezu jedes Instrument das man benötigt erstellen.

2.1 VST Plugins
VST ( Virtual Studio Technology ) ist eine Programmierschnittstelle für Audio-Plug-ins. Technisch formuliert ermöglicht VST den Dialog zwischen einem VST-Host und virtuellen Instrumenten und Effekten, die sich dadurch innerhalb des Sequenzer-Programms als Plug-in betreiben lassen.
2.1.1 VST - Host
Ein VST-Host ist eine Software oder eine Hardware, die mit VST-Plugins kommunizieren kann.
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Text: Paul | Bild: Luca | Quiz: Henrik