NABU Interview - oliverbra/Projekt1_HCI_TeamCMTO GitHub Wiki

2:00 - 9:20

Hauptprobleme: Intensive Landwirtschaft

  • Sowohl bei Ackerbau als auch bei Grünlandflache: Intensive Nutzung (Mähen, Düngen..)
  • Dadurch gibt es keine große Pflanzendiversität -> Insektenvielfalt sinkt, da diese von bestimmten Pflanzenarte abhängig sind

Bergische Land: 50% Wälder & 50% landwirtschafliche Nutzfläche

  • fast 80% von diesen landwirtschaftlichen Flächen sind Silageflächen -> Das entspricht 1/4 der gesamten Region
  • Aus ursprünglich 500 Insektenarten (nach traditioneller Landwirtschaft) sind nur noch fünf übrig.

9:30 - 19:00

  • Früher gab es "vergrünte" Bereiche; diese werden durch Rasenmäher zerstört: Das bedeutet weniger Insekten in den Städten.

Gut für Insekten:

  • Totholz

  • Heckenstrukturen

  • Fallobst/Eigenanbau Gemüse

  • penetrantes Mähen in "Ziergärten" ist schlecht, weil keine Blühten entstehen können.

  • In den Gärtnen fehlen heimische Arten

  • Schottergärten/Steingärten sind "schlecht"; keine Pflanzen.

  • Insekten leben auch in 8 Meter Höhe.

  • Der Rasen sollte max. 2mal im Jahr gemäht werden; nicht 2mal im Monat.

19:00 - 28:00

  • Das Saatgut aus dem Baumarkt ist billig. Sie ergeben nur einen kurzfristigen Erfolg: Pflanzen blühen im ersten Jahr und danach nicht mehr.

  • Keine Chance die Jahre später noch einmal zu blühen

  • Oberbergische Kommunen haben bis jetzt nur bepflanzt, aber keine anderen Projekte gestartet.

  • Wichtig sind Pflanzen mit vielen Pollen und viel Nektar.

"Platz ist vor der kleinsten Hütte"

  • Problem der Menschen: Ungeduld!

28:00 - 34:00

"Die Politik kann dreierlei Sachen machen: 1. Labern [...], 2. Gelder geben [...], und die dritte Möglichkeit mit der die Politik arbeitet oder arbeiten kann sind Gesetze."

  • In der Politik wird viel und laut geredet, aber nichts umgesetzt
  • Es ist ein sehr hoher bürokratischer Aufwand Geld für die Durchführung eines Projekt zu erhalten

"Ich erwarte nicht dass das zeitnah in Kraft tritt und wenn dann wird es so verwässert sein dass es kaum noch was bewirken kann."

  • Auf Bundesebene gibt es ein Insektenschutzgesetz, welches aktuell bei den Ministerien bearbeitet wird

"Da kommt ich jetzt ganz hart zum Ergebnis, dass die weitaus meisten Politiker (aller Parteien auch) sich für das Thema überhaupt nicht interessieren."

Problem Schottergärten:

  • Bei den Neubauten sollten jetzt die Schottergärtnen in Nümbrecht verboten werden
  • Allerdings nur bei den Neubauten -> Andere Bewohner können immer noch Schottergärten anlegen
  • Da die Einwohnerzahl sinkt, bringen Neubauten nichts

-> Politiker versuchen zwar Maßnahmen zu ergreifen; diese sind aber nicht gut durchgedacht

34:00 - 38:00

"Was gebraucht würde, wäre glaub ich ein Infoportal, wo die Leute sich eben über die Biotoptypen oder die Strukturen informieren könnten, die für Insekten wertvoll sind."

  • In alten Sandhaufen leben viele Insekten
  • Da kann teilweise eine enorme Artenvielfalt drin leben

"Solche Sonderstrukturen, die sehen ja teilweise richtig scheiße aus, weil man sich nicht drum kümmert. Für ein Insekt wär das aber eine ganz tolle Sache."

  • Brennnesseln
  • Unkräuter
  • Insekten brauchen diese Unkräuter; Für Menschen sind diese aber Müll.

"Jetzt muss ich aber erstmal als Bürger erkennen können ist das hier jetzt ein Haufen Scheiße, der weg soll, oder ist das was ökologisch Wertvolles."

  • Es gibt wenig Optionen sinnvolle Unkräuter zu identifizieren

Vermessungen/Kartierung mit GPS:

  • Zu teuer
  • Klappt nur bedingt
  • Wurde schonmal gemacht, hat aber nichts gebracht.

"Und das zweite ist, dass man eine Option vielleicht bräuchte um eben das Saatgut (ohne das wird es nicht gehen) auf schnellem Wege zu bekommen. "

  • Es gibt bereits die Option Fotografien von Pflanzen / Tieren einzuschicken
  • Diese landen oft bei ihm, aber er muss selber rätseln

Vorschläge:

  • Kategorien anwenden ( Art, Gattung usw.)
  • EDV
  • Lern-Optionen; Erkennungs von Pflanzen und Tieren
  • Vergleichssammlung von Fotografien

"Es wäre leichter, das für einen Kreis, zum Beispiel das Oberbergische, zu machen als für ganz Deutschland!" Halbe million Arten in Deutschland

38:00 - 48:00

Persönliches Engagement:

  • kein Rasenmähen, Grünland bestehen lassen bis jede Pflnaze abgeblüht ist --> dann mähen (im Oktober, 1x im Jahr, Mähgut kompostieren)

  • Magerwiesen mit Pflanzen versehen um Artenvielfalt wiederherzustellen Ergbenis: Insekten bevorzugen eigenen Garten im Frühjahr

  • Wenig Wissen führt bereits zu sichtbaren Erfolgen, aber Geduld ist notwendig

  • Dulden von "unordentlichen" Ecken --> Unkraut, Giftpflanzen

  • Magerer Boden ist wichtig; kein Torf oder Erde aus dem Baumarkt

  • Bezug z.B. aus Maulwurfshügeln auf Wiesen

  • Heimisches Saatgut ist wichtig; kleine Töpfe locken zwar nicht viele Insekten, sind aber ein Anfang

  • Äußerst wichtig: kein Einsatz von Gift im Garten

  • vielen Leuten ist nicht bewusst was sie mit dem Gift anrichten oder sich selbst schaden

  • Wissen über effizienten Einsatz von Gift nicht vorhanden --> Bestellen von Schädlingsbekämpfern --> Schädlingsbekämpfer zocken Leute mit ihren Geschäftsmodell ab, Erfolge zeigen sich nur kurzfristig