Installation QEmu - OpenCCU/OpenCCU GitHub Wiki

Wenn du QEMU/KVM unter Linux als Virtualisierungsumgebung verwenden möchtest, kannst du mit den folgenden Schritten ein virtuelles OpenCCU-System grundlegend installieren und starten.

Voraussetzungen

  • Ein Linux-System mit installiertem QEMU/KVM (inkl. qemu-img).
  • Für die virtuelle Maschine: 2 CPU-Kerne, 2 GB Arbeitsspeicher und eine virtuelle Festplatte mit mindestens 6 GB (empfohlen: 8 GB).
  • Eine Netzwerkbrücke (Bridge) auf dem Host, über die die VM direkt im lokalen Netzwerk erreichbar ist (im folgenden Beispiel über das Tap-Interface tap0).
  • Ein unterstütztes USB- bzw. netzwerkbasiertes Funkmodul, z. B. HmIP-RFUSB, HB-RF-USB-2 oder HB-RF-ETH.

Installation

  1. Download Für QEMU/KVM wird die *.ova verwendet. Lade sie unter Releases herunter. Hinweis: Die *-ova.zip wird nur für spätere WebUI-Updates der bereits installierten VM benötigt. Für die Erstinstallation reicht die *.ova.

  2. OVA entpacken QEMU/KVM kann eine OVA nicht in einem Schritt importieren. Entpacke die Datei daher zunächst:

    mkdir OpenCCU
    cd OpenCCU
    tar xvf ../OpenCCU-X.XX.XX.YYYYMMDD.ova
    
  3. VMDK → QCOW2 konvertieren Wandle die in der OVA enthaltene OpenCCU.vmdk in das QEMU-eigene Format *.qcow2 um:

    qemu-img convert -O qcow2 OpenCCU.vmdk OpenCCU.qcow2
    
  4. QCOW2 vergrößern Die virtuelle Festplatte der OVA ist 6 GB groß. Vergrößere sie z. B. auf 8 GB, damit die Nutzerpartition (/usr/local) ausreichend Platz hat; sie wird beim ersten Start automatisch angepasst:

    qemu-img resize OpenCCU.qcow2 8G
    
  5. Erster Start Starte OpenCCU mit QEMU/KVM, z. B. so:

    qemu-system-x86_64 -vnc :1 -m 2048 -smp 2 --enable-kvm \
                       -drive file=OpenCCU.qcow2,if=virtio \
                       -netdev tap,id=net0,ifname=tap0,script=no,downscript=no \
                       -device virtio-net-pci,netdev=net0 \
                       -chardev socket,path=/tmp/qga.sock,server=on,wait=off,id=qga0 \
                       -device virtio-serial -device virtserialport,chardev=qga0,name=org.qemu.guest_agent.0
    

    Anschließend kannst du dich per VNC verbinden, z. B.:

    vncviewer :1
    

    Die VM-Konsole sollte sichtbar sein und den Startvorgang anzeigen. Danach ist die WebUI unter http://openccu/ (oder der per DHCP vergebenen IP-Adresse) erreichbar. Anschließend helfen die ersten Schritte nach der Installation bei der weiteren Einrichtung.

  6. USB-Funkmodul durchreichen (optional) Soll ein am Host angeschlossenes USB-Funkmodul an die VM weitergereicht werden, ergänze die Startzeile um einen USB-Controller sowie das Gerät, z. B. für einen HB-RF-USB:

    -device qemu-xhci -device usb-host,vendorid=0x0403,productid=0x6f70
    

    Die USB-Kennungen der gängigen Funkmodule lauten:

    Funkmodul vendorid productid
    HmIP-RFUSB 0x1b1f 0xc020
    HB-RF-USB 0x0403 0x6f70
    HB-RF-USB-2 0x10c4 0x8c07

Updates

Updates erfolgen über die Updatefunktion der WebUI bzw. manuell mit dem *-ova.zip-Archiv.

Deinstallation

Hinweise zur Deinstallation finden sich unter Deinstallation.