Deinstallation - OpenCCU/OpenCCU GitHub Wiki

Da es sich bei OpenCCU um ein eigenständiges Betriebssystem handelt, lässt es sich nicht im klassischen Sinne „deinstallieren“. Stattdessen muss der Datenträger, auf dem OpenCCU installiert wurde, gelöscht/neu formatiert oder durch das vorherige/ursprüngliche Betriebssystem ersetzt werden – bzw. bei virtuellen Maschinen, Containern und der Home Assistant App die jeweilige Instanz entfernt werden. Vor einer solchen Maßnahme sollte immer ein System-Backup (*.sbk) erstellt und heruntergeladen werden – falls du später zu OpenCCU zurückwechseln oder das Backup auf einem anderen System weiterverwenden möchtest.

Im Folgenden wird die Vorgehensweise je nach Plattform beschrieben, von der OpenCCU entfernt werden soll.

CCU3-Hardware

Wenn du von OpenCCU wieder zur ursprünglichen CCU3-Firmware der Firma eQ-3 zurückkehren möchtest, gibt es zwei Wege:

  1. Direktes Downgrade: Unter folgender Adresse steht eine leicht angepasste CCU3-Firmwaredatei in einer aktuellen Version zum Download bereit:

    https://openccu.de/ccu3-latest-full.tgz

    Diese Firmwaredatei wird in der OpenCCU-WebUI unter Einstellungen → Systemsteuerung → Zentralen-Wartung → Datei auswählen… ausgewählt und über Hochladen wie eine normale Firmware eingespielt. Nach den darauffolgenden zwei Neustarts der CCU3 läuft wieder die originale CCU3-Firmware von eQ-3.

  2. Frisches Grundimage: Alternativ kann die komplette SD-Karte der CCU3 mit dem ursprünglichen Auslieferungsimage einer CCU3 neu beschrieben werden:

    1. Ein System-Backup der aktuellen OpenCCU-Konfiguration erstellen.

    2. Die CCU3 herunterfahren, das Gehäuse öffnen und die SD-Karte entnehmen.

    3. Das folgende CCU3-Grundimage herunterladen:

      https://openccu.de/ccu3-3.0.16.img.zip

    4. Das heruntergeladene Image mit einem geeigneten Imaging-Tool – z. B. dem Raspberry Pi Imager über „Eigenes Image“ – auf die SD-Karte schreiben.

    5. Die CCU3 wieder zusammenbauen und starten; anschließend im Grundsystem die zur aktuellen Sicherung kompatible CCU3-Firmwareversion installieren.

    6. Das in Schritt 1 erstellte Backup einspielen. Wichtig: Zum Zeitpunkt des Einspielens muss die installierte CCU3-Firmwareversion gleich oder neuer sein als die zuvor unter OpenCCU verwendete Version.

    Danach sollte die CCU3 wieder normal hochfahren und die Konfigurationsdaten der zuvor installierten OpenCCU-Version enthalten.

Einplatinencomputer

Um OpenCCU von einem Einplatinencomputer (z. B. ELV-Charly, Raspberry Pi, ODROID, ASUS Tinker Board 2/2S) zu entfernen, genügt es, das verwendete Speichermedium (microSD-Karte, eMMC-Modul, USB-Stick bzw. SSD) zu entnehmen und mit einem anderen Betriebssystem neu zu beschreiben – z. B. mit dem Raspberry Pi Imager.

Generic x86_64/aarch64

Bei einer Installation auf einem Generic x86_64- bzw. Generic aarch64-System (z. B. Intel NUC) wird zur Deinstallation der verwendete interne Datenträger einfach mit dem gewünschten Betriebssystem überschrieben bzw. neu installiert.

Virtuelle Maschine (OVA)

Zur „Deinstallation“ von OpenCCU in einer Virtualisierungsumgebung (z. B. Proxmox VE, VMware ESXi, VirtualBox, Synology VMM) wird die virtuelle Maschine über die Oberfläche der jeweiligen Virtualisierungsumgebung gelöscht – inklusive der zugehörigen virtuellen Festplatte. Unter Proxmox VE ist dies auch mit qm destroy <VMID> möglich (siehe Proxmox VE).

Container

Bei den Container-Varianten werden neben dem eigentlichen OpenCCU-Container auch Anpassungen auf dem Host-System (Kernel-Module, udev-Regeln, Device-Tree-Overlays, Netzwerkeinstellungen) vorgenommen. Diese lassen sich mit den jeweiligen Installationsskripten wieder entfernen:

  • Docker/OCI: Das Skript install-docker.sh mit dem Parameter uninstall aufrufen. Dabei werden Container, Netzwerke und die Host-Anpassungen entfernt; das Daten-Volume (ccu_data) bleibt erhalten und kann bei Bedarf mit docker volume rm ccu_data gelöscht werden (siehe Docker Container (OCI)):
    wget -qO - https://openccu.de/install-docker.sh | sudo bash -s uninstall
  • LXC: Das Skript install-lxc.sh mit dem Parameter uninstall aufrufen, um die Host-Anpassungen zu entfernen. Der Container selbst wird anschließend mit sudo lxc-destroy <name> gelöscht (siehe Linux Container (LXC)):
    sudo sh -c "wget -qO - https://openccu.de/install-lxc.sh | bash -s uninstall"
  • Proxmox VE (Container): Den Container über die Proxmox-Weboberfläche bzw. mit pct destroy <VMID> löschen und anschließend die Host-Anpassungen mit install-proxmox.sh uninstall zurücknehmen (siehe Deinstallation CT / LXC).
  • Kubernetes: Den Helm-Chart mit helm uninstall openccu entfernen; ein angelegter PersistentVolumeClaim bzw. hostPath bleibt dabei erhalten (siehe Kubernetes/K8s).

Home Assistant App

Die OpenCCU App wird über die Home-Assistant-Oberfläche (Seite der App → Deinstallieren) entfernt. Wurden zusätzlich die Apps OpenCCU HAP/DRAP-Helper oder OpenCCU (Proxy) installiert, werden diese auf dieselbe Weise entfernt. Die automatisch erstellten Konfigurationsbackups unter /backup/openccu bleiben dabei erhalten (siehe Home Assistant App).

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